Bereich: mitreden

Thema: gefährliche Entwicklungen

Beitrag 14: Der Kampf um die Wahrheit (Bodo Fiebig)

„Kampf um die Wahrheit? So ein Quatsch! So etwas wie eine „objektive Wahrheit“ gibt es doch gar nicht, kann es gar nicht geben. Jeder hat seine eigene „Wahrheit“ und die ist immer subjektiv. Alles ist relativ.“  So denken und reden viele. Aber sehen wir mal auf ein konkretes Beispiel:

Herr A. war mit dem Auto in der Stadt, hat einige Dinge besorgt und war dann noch in der Bank, um etwas Bargeld abzuheben. Einige Zeit später bekommt er einen Brief von der Polizei, dass er sich bei der Wache melden soll. Dort erfährt er, dass eine Anzeige gegen ihn vorliege, weil er einen Unfall verursacht habe, dabei sei zwar nur ein Außenspiegel des anderen Fahrzeugs zerstört worden, aber er habe Unfallflucht begangen. Der Geschädigte habe sich sein Autokennzeichen notiert. Herr A. ist erschrocken und verunsichert; er kann sich an den Vorfall nicht erinnern. Zu Hause sieht er in seinem Kalender nach und stellt fest: Am angegebenen Unfalltag war er gar nicht in der Stadt und er kann das auch beweisen. Die Nachfragen der Polizei ergeben: Der angeblich Geschädigte hatte selbst einen kleinen Unfall verursacht, bei dem der Spiegel kaputt ging. Um von sich selbst abzulenken, hatte er die Nummer eines Autos notiert, das am Unfallort vor der Bank parkte und dann den Unfall angezeigt. Wenn Herr A. nicht hätte beweisen können, dass er am angeblichen Unfall-Tag nicht in der Stadt war, hätte er nun ein Problem: Aussage steht gegen Aussage, welche ist wahr? Vor allem: Welche ist wahr, wenn es doch so etwas wie eine „objektive Wahrheit“ gar nicht gibt? Wem wird man glauben? Und was steckt hinter dem Misstrauen gegenüber dem, was wir „Wahrheit“ nennen? Ich will im folgenden Abschnitt  „Relativismus und Konstruktivismus“ darauf eingehen.

1 Relativismus und Konstruktivismus

Wie ist das denn mit der Wahrheit? Kann es überhaupt so etwas wie eine „wahre Wirklichkeit“ geben oder eine „objektive Wahrheit“, oder hängt die „Wahrheit“ der „Wirklichkeit“ davon ab, was wir wahrnehmen und als Wahrheit annehmen („annehmen“ im Sinne von „vermuten“ oder „akzeptieren“)? Ist ein Ereignis, das einmal stattgefunden hat (z. B. die Hochzeit zwischen zwei Adelsgeschlechtern im Mittelalter), auch dann eine wahre Wirklichkeit, wenn niemand (kein einziger Mensch) mehr etwas davon weiß? Oder werden Aussagen über diese Hochzeit erst dann zur Wahrheit, wenn Historiker ein Dokument finden, das dieses Ereignis beweist? Aber, bleibt dieses Ereignis auch dann noch wahr, wenn die Historiker kein solches Dokument finden, obwohl es stattgefunden hat? Und auch dann noch, wenn alle Historiker, in Ermangelung eines solchen Dokuments, davon ausgehen, dass eine solche Hochzeit nicht stattgefunden hat? Die realen Folgen dieser Hochzeit, dass nämlich darauf hin ein Konflikt zwischen diesen Adelsgeschlechtern nicht zum Krieg führte, sondern friedlich beigelegt wurde, die bleiben ja historische Tatsachen, auch wenn man die Gründe dafür nicht mehr kennt (und vielleicht sind durch die Ereignisse nach der Hochzeit politische Entwicklungen in Gang gekommen, deren Folgen sich ganz real bis in unsere Gegenwart auswirken?). Wir sehen: Das mit der Wahrheit ist nicht immer ganz einfach. Und es gibt ganz verschiedene Weisen, damit umzugehen. Eine davon, die im 20. Jahrhundert eine große Bedeutung bekam, ist der Relativismus.

Der Relativismus ist eine philosophische Denkrichtung, die im zwanzigsten Jahrhundert eine erstaunliche Bedeutung und Wirkung erreichte, besonders in seiner konsequentesten Form, dem sogenannten „radikalen Konstruktivismus“. Er geht davon aus, dass es dem Menschen grundsätzlich unmöglich sei, so etwas wie die „Wirklichkeit“ der Welt und die „Realität“ seiner eigenen Existenz wahrzunehmen. Das, was Menschen von den Dingen, von der Welt und von ihrer eigenen Existenz wahrzunehmen meinen, sei tatsächlich nur ihr eigenes Konstrukt. Die Sicht des Betrachters gibt vor, was er sieht. Es gibt gar keine objektive „Realität“, die unabhängig von einem Betrachter existieren würde, meint der Konstruktivismus, sondern der Mensch konstruiert sich seine „Realitäten“ selbst. Also gibt es so viele „Realitäten“ wie es Menschen gibt.

Nebenbei: Hier müssen wir eine Unterscheidung berücksichtigen zwischen „Wirklichkeit“ (bzw. „Realität“) und „Wahrheit“: Eine „Wirklichkeit“ meint Tatsachen, Verhältnisse und Vorgänge, wie z. B. jene Hochzeit im Mittelalter (siehe oben). Über solche Wirklichkeiten kann man Aussagen machen: richtige und falsche. Wenn Aussagen über eine Wirklichkeit dieser Wirklichkeit entsprechen (jedenfalls soweit sie für den Aussagenden erkennbar ist), dann nennt man diese Aussage eine Wahrheit. Falsche Aussagen können irrtümlich falsch sein (z. B. wenn man die Wirklichkeit nicht genau kennt) oder auch bewusste Lüge. Bewusste Lügen können nie zur „Wahrheit“ werden, auch dann nicht, wenn sie von vielen geglaubt werden.

Der Relativismus meint allerdings, dass es gar keine vom menschlichen Verstehen unabhängige „Wirklichkeiten“ geben kann und deshalb auch keine objektiven Wahrheiten. Aussagen über „Wirklichkeiten“ (also „Wahrheiten“) seien deshalb immer subjektiv und relativ.

Diese relativistisch-konstruktivistische Sichtweise bedeutet allerdings, und das betonen ihre Vertreter selbst mit stolzer Überzeugung, dass es grundsätzlich keine objektiven Tatsachen geben kann (historischer bzw. sachlicher Relativismus) und keine allgemeingültige Erkenntnis (erkenntnistheoretischer Relativismus), keine allgemeingültigen Wahrheiten (Wahrheitsrelativismus) und keine allgemein verpflichtende Ethik (ethischer Relativismus). Was das für das Leben und das Zusammenleben der Menschen bedeutet, wird uns noch zu beschäftigen haben.

Das Phänomen des Relativismus selbst ist alt, neu ist seine weltumspannende und alle Lebensbereiche durchdringende Wirksamkeit. Schon Plato (im 4./5. Jahrhundert vor Christus) zweifelte an der Realität seiner „Wirklichkeit“. In seinem „Höhlengleichnis“ versuchte er darzustellen, dass unsere „Realitäten“ eigentlich nur Schattenbilder seien von den wahren Dingen, den „Ideen“, die sich nur dem philosophischen Denken erschließen. Plato war nicht der einzige, der sich solche Gedanken machte. Im Hinduismus und Buddhismus z. B. gelten das Universum und alle in ihm erscheinenden Realitäten als „Maya“ (Illusion) und gilt als Ziel des Seins „Nirwana“ (Erlösung von dem Leben, das grundsätzlich ein Leiden ist, in ewiger Nicht-Existenz). Das Selbst, die Identität des Menschen (Atman) ist ebenso Illusion, ist Anatman (Nicht-Selbst). Ein innerstes „Ich“, eine bleibende Identität des Menschen gibt es nicht und das Streben danach kann nur durch „Shoonya“ (Auflösung, Leere) erlöst werden.

Seit Plato hat diese Frage immer wieder nachdenkliche Menschen bewegt: Sind unsere Ideen Schattenbilder der Wirklichkeit oder sind die wahrnehmbaren Erscheinungen unserer Wirklichkeit nur Schattenbilder unserer Ideen? Sind unsere Wahrnehmungen Widerspiegelung von Realitäten oder doch nur Illusion? Solche Fragen blieben (in Europa) über viele Jahrhunderte im Innenraum feingeistiger Zirkel und philosophischer Fachgespräche und erreichten kaum je einmal die raue Luft gesellschaftsrelevanter Diskussion.

Im zwanzigsten Jahrhundert hat sich das radikal geändert. Die Ideen des Relativismus und Konstruktivismus wurden von philosophischen Gedankenspielen zu Machtinstrumenten, mit denen man gesellschaftliche und politische Prozesse anstoßen und fast nach Belieben steuern konnte (davon wird noch zu reden sein).

Heute, im 21. Jahrhundert, sind die Begriffe und das Bewusstsein von Wahrheit und Wirklichkeit in vielen Bereichen aufgelöst und haben ein diffuses Gefühl von Verunsicherung und Ratlosigkeit hinterlassen.

Relativismus und Konstruktivismus treten mit hohem intellektuellen Anspruch auf. Das müssen sie auch, denn sie treten gegen einen mächtigen Gegner an: Unsere Wahrnehmung der Dinge und Vorgänge um uns her. Das ist ja auch (von einer unbefangenen Denkweise her) nur schwer einzusehen, dass die Realitäten vor unseren Augen gar nicht real sein sollen, sondern nur persönliche Wahrnehmungen, die bestenfalls „Schattenbilder“ sind oder „Illusionen“, weil hinter ihnen keine objektive Wirklichkeit steht. Und es widerspricht ja unseren elementarsten Erfahrungen, dass es keine Wahrheit geben soll, sondern nur Meinungen und Überzeugungen, die alle gleich berechtigt sind, weil hinter unseren Wahrheiten keine unabhängigen Tatsachen stehen. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um so eine Theorie durchzudrücken.

Es ist fast wie bei dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“: Man muss den Menschen nur einreden, dass jeder, der intellektuell einigermaßen mithalten kann, selbstverständlich die Richtigkeit des Relativismus versteht, und dass jeder, der diese Denkweise ablehnt, einfach nur zu dumm ist, um ein wirklich modernes Verständnis der Welt nachzuvollziehen. Und wer will schon gern zugeben, dass er sooo dumm ist! So plappern es viele, allzuviele nach: Es ist alles relativ. Es gibt keine allgemeingültigen Wahrheiten, sondern nur persönliche Interpretationen, es gibt keine objektiven Realitäten, sondern nur individuelle Wahrnehmungen, es gibt keine allgemein verpflichtende Ethik, sondern nur kulturbedingte Moralvorstellungen. Es gibt keine historischen Tatsachen, sondern nur interessengesteuerte Deutungen vergangener Vorgänge und Verhältnisse. Das klingt so intellektuell und tiefsinnig, so abgehoben und selbstentrückt! Die Konsequenzen einer solchen Haltung werden erst bei genauerem Hinschauen sichtbar. (Hier, in diesem Beitrag, wird nur der Aspekt „Wahrheit“ angesprochen). Im Thema „Wirklichkeit und Wahrheit“ (im Bereich „Grundlagen der Gesellschaft“) werden die Zusammenhänge umfassender dargestellt.

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Wir erinnern uns noch an Herrn A. und seinen angeblichen Unfall? Solche Fragen nach der „historischen Wahrheit“ gibt es täglich tausendfach. Schwierig wird es, wenn nun eine Denkrichtung wie der Relativismus behautet, dass es so etwas wie eine historische Wahrheit gar nicht gibt. „Jeder hat seine eigene Wahrheit“, sagt man; „meine Wahrheit kann eine ganz andere sein als deine. Und selbst, wenn meine Wahrheit eine von mir selbst erfundene Lüge wäre, so bestehe ich doch darauf, dass sie ebenso ernst genommen wird wie alle anderen „Wahrheiten“ auch (von denen wir ja auch nicht wissen, wie „wahr“ sie sind). Wichtig ist nur, dass du die Wahrheit des Relativismus anerkennst, ansonsten magst du für wahr halten, was du willst. Eine alleinige Wahrheit (die gegenüber allen anderslautenden Behauptungen wahr ist) gibt es nicht und kann es nicht geben.“ Solche Relativierung der Wahrheit hätte in diesem Fall die Potenz in sich, Herrn A. rechtlos zu machen. Freilich, in diesem Fall ist die Sache eindeutig: Herr A. war nicht Verursacher des Unfalls, er kann es beweisen. In anderen Fällen kann der Wahrheitsrelativismus den Ausgang eines Streitfalles ganz anders entscheiden:

„Aber es ist doch wahr, ich bin meinem Mann nie untreu gewesen, ich habe immer versucht, die Kinder gut zu versorgen und ordentlich zu erziehen, obwohl das schwer genug war, als mein Mann immer öfter bei seiner Geliebten blieb und er immer weniger Zeit und Geld für seine Familie übrig hatte.“ „Das mag wahr sein“, sagt dann der Scheidungsrichter, „aber es ist irrelevant. Die Beiden haben sich auseinandergelebt, die Ehe ist gescheitert“. (1976 wurde in Deutschland das Schuldprinzip bei Scheidungen durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt). Also müssen nur noch die „Scheidungsfolgen“ (Unterhalt, Sorgerecht usw.) geregelt werden. „Die Schuldfrage bringt uns nicht weiter. Außerdem sieht ja sowieso jeder den anderen als Schuldigen. Und eine objektive Wahrheit kann es da nicht geben.“ So bekommt eine sehr seltsame philosophische Denkweise (der Wahrheitsrelativismus) plötzlich gesellschaftspolitische Wirkkraft per Gesetz. Die Schuldfrage, die als Rechtsprinzip immer auch eine Frage nach der Wahrheit sein muss, die kann und darf nicht mehr gestellt werden. Das heißt, es wird Recht gesprochen und es werden Urteile gefällt, die nicht mehr nach der Wahrheit fragen. Und damit hört das Recht auf, der Gerechtigkeit zu dienen, denn Gerechtigkeit kann nur auf Wahrheit aufgebaut werden.

Das ist nur ein Beispiel, es gibt schlimmere: Selbst die Überzeugung, dass das Töten von Menschen etwas Verbotenes ist, wird auf einmal ganz relativ, wenn man es „Euthanasie“ nennt und „Gnadentod für Lebensunwertes“ (oder heute: „Recht auf einen selbstbestimmten Tod“ durch gut bezahlte „Helfer“). Ja selbst der grauenvolle Mord an Millionen Menschen wird zur guten Tat, wenn wir ihn „Endlösung“ nennen für ein schwieriges Problem: Die „Judenfrage“. Mit der Relativierung der Wahrheit kann man jedes (eigene) Vorgehen, und sei es noch so verbrecherisch, rechtfertigen und jedes Handeln (anderer), und sei es noch so menschenfreundlich, zum Verbrechen erklären.

Aber warum macht man so etwas? Ganz einfach: Die Relativierung und Umdeutung der Wahrheit ist Hauptmerkmal jeder Ideologie und Voraussetzung für jede totalitäre Herrschaft. Das ist ganz selbstverständlich so, denn mit der Verfälschung der Wahrheit kann man Millionen von „Untertanen“ nach Belieben beeinflussen und für die eigenen Ziele nutzbar machen. Und auch das hat seine verständlichen Gründe:

Jede Information, ob in Form von Sprache, von Eindrücken, von Ereignissen, von Ursache-Folge-Wirkungen usw. prägt unser Empfinden und unser Bewusstsein mit, wenn es um die Fragen geht „Wie ist diese Welt beschaffen, wie finde ich mich in ihr vor und welches Handeln ist jetzt richtig und angemessen?“ Jede bewusste Lüge ist auch eine bewusste Fehlsteuerung unserer Umweltwahrnehmung und bewirkt eine Verfälschung in unserer Umwelterfahrung. Solche Verfälschungen bewirken in ihrer Gesamtheit, dass sich unser Verständnis der Welt nach und nach immer weiter von den Realitäten dieser Welt entfernt. Das bedeutet aber: Die Lüge ist nicht nur einfach eine sachliche Falschinformation. Sie bewirkt etwas. Sie bewirkt unter anderem auch eine Fehlprägung unseres Weltbewusstseins (im Kleinen wie im Großen).

Das wäre nicht weiter tragisch, wenn es sich dabei um vereinzelte Nebensächlichkeiten handeln würde. Im wörtlichen Sinne „tragisch“ kann das aber dann werden, wenn es sich um ein ganzes System von gesteuerten Falschinformationen und Fehldeutungen handelt, die unser Denken und Verhalten im Sinne einer umfassenden Strategie oder Ideologie beeinflussen sollen. So ist es in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Ländern der Erde in gewaltigem Umfang geschehen und mit furchtbaren Folgen. Keine Diktatur der Welt kann ohne die Macht der Lüge existieren.

Dabei geht es den Lügenverbreitern nicht einfach nur um falsche Informationen. Es geht darum, die dem Menschen grundsätzlich gegebene Fähigkeit, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden und sich für die Wahrheit und gegen die Lüge zu entscheiden zu übertölpeln und so die bewusst eingesetzte Lüge als selbstverständliche Wahrheit erscheinen zu lassen. Und es geht dabei (wie immer) um Macht und Reichtum und um das Bestreben, andere so zu manipulieren, dass man sie für die eigenen Zwecke einsetzen und missbrauchen kann. Drei Bereiche solcher Übertölpelung durch Wahrheitsverfälschung will ich hier anführen:

– Die Verfälschung der Sprache

– Die Überwältigung der Wahrheit

– Neue Wirklichkeit?

2 Die Verfälschung der Sprache

In George Orwells visionärem Roman „1984“ (erschienen 1948) ist schon alles vorgezeichnet, was mit „Verfälschung der Sprache“ gemeint ist, und auch, wie eine verfälschte Sprache funktioniert, was sie leisten kann und soll: Die Sprache wird so verändert („Neusprech“), dass sie dem Denken bereits seine Richtung und seine Inhalte vorgibt und unerwünschtes Denken weitgehend unmöglich macht. Im „Ministerium für Wahrheit“ („Miniwahr“) wird die Wahrheit umgeschrieben und alles gelöscht, was an sie erinnern könnte und im „Ministerium für Liebe“ („Minilieb“) werden die Abweichler so lange einer Gehirnwäsche unterzogen und gefoltert, bis sie gar nicht mehr fähig sind, einen Gedanken zu denken, der nicht dem System entspricht („Gedankenverbrechen“). 1946 bis 1948, als Orwell seinen Roman schrieb, hatte er die Diktaturen unter Stalin in der Sowjetunion und unter Hitler in Deutschland vor Augen. In beiden wurde die Verfälschung der Sprache in großem Umfang Teil des politischen Systems.

In Deutschland nannten die Nazis z. B. ihr Programm zur brutalen Ermordung von Hunderttausenden behinderter Menschen „Euthanasie“ (guter Tod). Den Abtransport der Juden in die Vernichtungslager nannte man „Umsiedlung“, ihre Ermordung hieß „Sonderbehandlung“. Das ganze Programm zur Vernichtung von Millionen jüdischer Menschen hieß „Endlösung“, (endlich eine Lösung für ein  Jahrhunderte altes  schwieriges Problem, die „Judenfrage“).

Auch heute gibt es solche Sprachverfälschung. So nennt man z. B. in vielen Ländern mit totalitären Strukturen jeden, der eine unliebsame Meinung vertritt oder jeden, der sich sonst irgendwie unangepasst verhält „Terroristen“. Und „Terroristen“ muss man eben „mit allen Mitteln“ bekämpfen! Man muss unliebsame Abweichler (z. B. Journalisten/Journalistinnen) mit unerwünschten Meinungen nur einfach „Terroristen“ nennen und ihre Äußerungen „Terrorpropaganda“, dann darf man sie ohne Gerichtsurteil gefangennehmen, sie foltern und töten. In Russland darf man jetzt, während des Ukraine-Krieges, unter Androhung schwerer Strafen das Wort „Krieg“ für die sogenannte „militärische Spezialoperation“ nicht verwenden.

Auch in demokratischen Gesellschaften gibt es Bezeichnungen, die jeden, den man damit belegt, sofort zum Kriminellen macht. Ein Beispiel dafür ist das Wort „Phobie“ (eine Phobie ist eigentlich eine psychische Erkrankung im Sinne einer „unangemessenen Angstreaktion mit körperlichen Symptomen“). Unterdessen hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch diese Bedeutung völlig gewandelt und der Begriff wird als unzulässige, ja strafbare Diskriminierung verstanden (Homophobie, Islamophobie usw.). Und so kann man jeden, der eine abweichende und gesellschaftlich unerwünschte Meinung vertritt, kriminalisieren, indem man ihm „Phobie“ vorwirft.

Die Sprache prägt unsere Vorstellungswelt, unsere Einstellungen und Handlungsimpulse mehr als irgendetwas anders. Deshalb kann man mit einer verfälschten und verfälschenden Sprache das Denken und Handeln von Menschen mehr beeinflussen als durch irgend etwas sonst.

3 Die Überwältigung der Wahrheit

Ich will diesen Abschnitt mit einem Satz aus dem oben genannten Roman George Orwells „1984“ beginnen: „Wenn alle die von der Partei verbreitete Lüge glaubten, und alle verfügbaren Dokumente sie gleichlautend wiedergeben, dann ginge die Lüge in die Geschichte ein und würde Wahrheit“ (eine hellsichtige Vorschau auf unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert). Eine diktatorische Macht muss ihre Lügen gar nicht mit Gewalt durchsetzen. Es ist viel effektiver, die Wahrheit unter der Menge der Lügen einfach zu ersticken und verschwinden zu lassen. Wenn die immer gleichen Lügen von allen Seiten auf die Menschen einströmen, so dass diese Lügen sich gegenseitig immer wieder bestätigen und verstärken, dann werden sie irgendwann als „Wahrheit“ geglaubt. Ein offener (d. h.  in der Öffentlichkeit sichtbarer) Kampf gegen die Wahrheit würde diese nur aufwerten und ins Blickfeld  der Allgemeinheit rücken, und das will man ja gerade nicht. Überall da, wo Menschen nach absoluter Macht streben (oder da, wo herrschende Diktaturen ihre Macht festigen wollen), da wird solche „Überwältigung der Wahrheit“ durch ein allgegenwärtiges System von Lügen zur „staatstragenden“ Selbstverständlichkeit.

Freilich hat diese „Überwältigung der Wahrheit“ auch ihre Kehrseite: Menschen und Institutionen, die die Lügen trotz ihrer überwältigenden Dichte durchschauen und die sich trotz aller Gefahren der Wahrheit verpflichtet wissen, die müssen nun unauffällig, aber brutal „ausgeschaltet“ werden: Sie werden öffentlich unsinniger (und selbstverständlich erfundener) Verbrechen angeklagt, in Straflager geschafft, vergiftet, gefoltert, getötet. Und: Man muss ein gesellschaftliches Klima schaffen, in dem die Wahrheit selbst als etwas lächerlich Rückständiges dargestellt wird und als etwas Ungehöriges und Gefährliches erscheint.

Heute ist es mit den Mitteln der modernen Kommunikationstechnik möglich, Nachrichten (und das heißt eben auch: Nachrichten-Lügen und bewusste Fehlinformationen) mit einem „Klick“ millionenfach zu verbreiten, schnell, billig und effektiv. Und diese Möglichkeit wird in großer Breite genutzt: Von Geheimdiensten und deren Beauftragten, von Konzernen und deren Werbeabteilungen und Lobbyisten, von Parteien und deren Wahlkampfteams, von Interessenverbänden mit verschiedensten Motivationen und Zielen, von Verschwörungs-Gläubigen, Netzwerken, „Think-Tanks“ (der Begriff ist ja vielschichtig: Experten-Pool als „Denkfabrik“ oder „Denk-Panzer“ unter dessen Gewalt die Wahrheit zermalmt wird).

Die „Macht der Lüge“ ist in unserer Gegenwart größer, als wir uns das vorstellen können. Sie beeinflusst, verändert und bestimmt unsere „Weltsicht“ und unser Verständnis der gegenwärtigen Verhältnisse und Vorgänge mehr als wir ahnen. Solche Wahrheitsverfälschung gibt es nicht nur in der Politik, sondern auch in Bereichen wie Wissenschaft und Forschung, in Kunst und Kultur, Unterricht und Bildung, Sicherheit und Recht, im Bereich der Ideale und Idole usw. Aber: Kann aus verfälschen „Wahrheiten“ auch eine verfälschte „neue Wirklichkeit“ entstehen?

4 Neue Wirklichkeit?

„Postfaktisch“ nennt das „Wort des Jahres 2016“ unsere Gegenwart. Diejenigen, die dieses Wort wählten, wollen damit andeuten, dass die Fakten, die Realitäten (also die Wirklichkeit) in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion immer unwichtiger werden. Was zählt, ist die Stimmung, die man mit einer „Nachricht“ machen kann, egal, ob sie wahr ist oder frei erfunden. Und da sind die „Fake-News“, die raffiniert erfundenen und bewusst eingesetzten Nachrichtenlügen eindeutig im Vorteil. Echte faktenbasierte Nachrichten sind fast immer vielschichtig, mehrdeutig, interpretationsbedürftig, also ein wenig mühsam zu verstehen und einzuordnen. Erfundene Neuigkeiten dagegen sind einschichtig, eindeutig, suggestiv, und auf einen bestimmten Effekt ausgerichtet. Sie können so aufgestylt und zurechtfrisiert werden, dass sie genau den Nerv treffen und genau die Stimmung bestärken, für die eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen empfänglich ist. Und die erleben es nun als Bestätigung, ja geradezu als Befreiung, jetzt ihre eigenen unausgegorenen Emotionen in einfache und leicht verständliche Worte gefasst als veröffentlichte „Wahrheit“ bestätigt zu erleben. Geheimdienste von totalitären Staaten unterhalten große und mit sehr umfangreichen Mitteln ausgestattete Abteilungen, die nichts anders zu tun haben, als „Nachrichten“ zu erfinden und zu verbreiten, die so konstruiert sind, dass sie in demokratischen Gesellschaften Unruhe, Verunsicherung, Spaltungen und Kämpfe initiieren und so gesellschaftlich destabilisierend wirken.

Indem man falsche „Wahrheiten“ erfindet und so darbietet, dass sie als echte Wahrheiten aufgenommen und geglaubt werden, versucht man nach und nach eine neue „Wirklichkeit“ zu erzeugen (Wirklichkeit hier verstanden als Summe der Wahrheiten, die bezüglich einer bestimmten Sache oder eines bestimmten Vorgangs geglaubt werden). Eine auf falschen „Wahrheiten“ aufgebaute falsche „Wirklichkeit“ zwingt jedoch die Menschen, die in dieser verfälschten Wirklichkeit leben, zu Handlungsweisen, die mit den Realitäten dieser Welt nichts mehr zu tun haben, die aber den Interessen, dem Aufbau oder dem Erhalt bestimmten Machtsysteme bzw. dem Machtgewinn bestimmter Machthaber dienen. Millionen von Menschen leben in einer Scheinwelt von Falschinformationen und Verschwörungstheorien, von Scheinwirklichkeiten und ideologischer Verblendung, die ihr Handeln bestimmen. Der Relativismus ist vom Gedankenspiel zum Machtinstrument geworden! Die Möglichkeiten, vertrauliche Daten illegal abzugreifen und falsche Informationen weltweit zu verbreiten, werden ja nicht nur von Kriminellen genutzt, sondern unterdessen auch, und immer intensiver, von bestimmten Machthabern und ihren Geheimdiensten.

Auch Kriege werden heute grundsätzlich an zwei Fronten geführt, einer realen Front, an der real gekämpft, geblutet und gestorben wird und einer Propaganda-Front, wo die realen Ereignisse gedeutet und umgedeutet werden, übermalt und verfälscht, wo die realen Schlachten propagandistisch ausgeschlachtet werden, um die jeweiligen Gegner als monströse und gewissenlose Kindermörder darzustellen und die eigenen Kämpfer als die edlen Verteidiger der Unschuldigen und Verfolgten (siehe auch das Thema „Friede auf Erden?“).

Demokratisch geführte Gemeinwesen sind besonders anfällig für solche Angriffe aus dem Hinterhalt, denn im Rahmen einer allgemeinen Meinungsfreiheit können selbst die Lüge, der Hass und die Bosheit sich ungehindert Gehör verschaffen. So kann man in einer verfälschten Wirklichkeit mit gesteuerten Fehlinformationen gesellschaftliche Bewegungen in Gang setzen, politische Wahlen beeinflussen und ein Klima des Misstrauens erzeugen.

Die Völker der Welt (wenn sie wahrheitsgemäß informiert wären) würden niemals ein totalitäres Regime an die Macht wählen. Aber die Entscheidung über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen … Rahmenbedingungen der Staaten liegt bei der überwältigenden Mehrheit aller Staaten der Erde nicht bei den Völkern, sondern bei deren Machthabern. Und für die kann es schon sehr verlockend sein, die totale Macht für sich selbst zu beanspruchen und zu festigen.

. . .

Noch einmal (siehe oben): Kann aus verfälschen „Wahrheiten“ auch eine verfälschte „neue Wirklichkeit“ entstehen? Sie kann nicht nur, sie soll! Man muss (wenn man ganze Völker wirklich effektiv manipulieren will) die einzelnen Lügen zum Gesamtbild einer neuen „Wahrheit“ verdichten. Man muss, völlig losgelöst von allen Fakten, ein „Narrativ“ erzählen, das (z. B.) die Verbrechen der Vergangenheit zum wahren Heldentum verklärt und das die gewaltsame Umgestaltung der Gegenwart und die rücksichtslose Vereinnahmung der Zukunft zur „goldenen Ära“ wahrer Menschlichkeit umdeutet.

Die „Wahrheitsverfälschung“ kann und soll sich zu einem zusammenfassenden „Welterklärungsmodell“ verdichten, in dem Ideologien, Philosophien, religiös verpackte Denksysteme oder Verschwörungstheorien zu einem umfassenden „Weltbild-Puzzle“ zusammengeordnet werden, welches das  Selbst- und Weltverständnis seiner „Gläubigen“ auf eine einzige (und für die Machthaber nützliche) Leitidee einengt und festlegt. (Was aber, wenn es doch eine „Instanz“ gäbe, die von jeder Lüge völlig unbeeindruckt wäre, weil sie die ganze Wahrheit kennt? Und das könnte nur jene „Instanz“ sein, die alle Wirklichkeiten und Wahrheiten des ganzen Universums in den Jahrmilliarden seit dem „Urknall“ selbst geschaffen hat. Dann wären ja, aufs Ganze gesehen, alle Bemühungen zur Wahrheitsverfälschung doch vergeblich?! Dann wären die Anhänger und Gläubigen dieser Instanz der Lügenwelt der Machthaber grundsätzlich nicht unterworfen, auch wenn einige von ihnen dem Druck der Lüge nachgeben würden.)

Der „Kampf um die Wahrheit“ ist im vollen Gange (siehe dazu auch das Thema „Wirklichkeit und Wahrheit“). Aber: Kann aus „alternativen Fakten“ eine „alternative Wirklichkeit“ entstehen, wenn eine Mehrheit daran glaubt? Können wir zwischen einer „wahren“ oder „unwahren“ Wirklichkeit unterscheiden oder verschwimmt alles im Ungewissen?  Es geht ja den Wahrheitsverfälschern darum, die Wirklichkeit so zu deuten, dass die Lüge, die man über sie verbreitet, nach und nach zur allgemein gültigen und einzig wahren „Wahrheit“ wird.

Aber so einfach ist das nicht: Wir sind ja nicht blind und taub. Wir hören und sehen, wir fühlen, schmecken und riechen die Wirklichkeit um uns her. Das kann keine noch so harte Diktatur verhindern. Unsere Wahrnehmungen sind echt. Es geht also nur darum, die Wahrnehmungs-Möglichkeiten der „Untertanen“ so einzuschränken, dass unliebsame Wahrheiten nicht mehr wahrnehmbar sind, und dann die noch verfügbaren Wahrnehmungen so umzudeuten, dass sie in das vorgeschriebene Weltbild passen. Und man muss, um zum Ziel zu kommen (also zur Nutzbar-Machung der „Wahrheit“ für die eigenen Zwecke der Machtausübung), eine allgemeine Stimmung des Misstrauens und der Ablehnung schaffen gegen alles, was als unverfälschte Wahrheit in Erscheinung treten könnte.

Das beginnt ganz einfach mit simplen, eigentlich absurd unsinnigen Behauptungen z. B. dass die Erde eine Scheibe sei und die Kugelform des Globus eine Lüge. Selbstverständlich glaubt das im 21. Jahrhundert von sich aus niemand. Aber wenn man diese unsinnige Behauptung immer wiederholt, und bei allen Wiederholungen so tut, als ob viele, auch durchaus kluge Leute das glauben, dann kann man viele Menschen so weit verunsichern, dass sie anfangen zu zweifeln, ob nicht vielleicht doch …? Und wer wären dann eigentlich die „geheimen Mächte“, die uns einreden wollen, die Erde sei eine Kugel? Und warum tun sie das …? Und schon ist das Misstrauen gesät in den Nährboden unserer Wahrheits-Suche.

Die gleiche Methode, Misstrauen zu erzeugen, verwenden z. B. auch militante „Impfgegner“: In Zeiten von Verunsicherung durch bedrohlich empfundene Vorgänge (z.B. durch eine Pandemie) sind Menschen bereit, einem Denksystem zu folgen, in welchem sie ihr Leben und ihre Lieben von dunklen Mächten bedroht sehen, und in dem sie „jetzt endlich“ zu verstehen meinen, „was wirklich gespielt wird“. Menschen, die von „Experten“ überzeugt sind, die sie für die „wirklich Wissenden“ halten und die ihnen die Augen geöffnet haben für die furchtbaren Gefahren, die im Geheimen lauern. Menschen, die sich jetzt gerufen wissen, das Äußerste zu wagen, um das Schlimmste zu verhindern (z. B. dass ihnen durch eine „Impfung“ ein Micro-Chip eingesetzt wird, durch den geheime Mächte die „Geimpften“ steuern könnten). Die dahinter stehenden Theorien existieren in einem eigenen Denk-System und deshalb werden ihre Anhänger mit wissenschaftlichen Fakten kaum zu überzeugen sein. Denn diese Fakten wären ja für sie nur der Beweis, wie perfide die „Bösen“ ihre Pläne nach allen Seiten absichern, indem sie sogar Wissenschaftler „kaufen“, damit die ihre Lügen bestätigen.

Und das geht noch weiter mit den verschiedensten „Verschwörungstheorien“. Z.B. die emotional hoch aufgeladene „Erzählung“ von entführten und gefolterten Kindern, die von einer reichen Elite gefangengehalten werden, um aus ihrem Blut den Stoff Adrenochrom zu gewinnen, der zur Verjüngung seiner Nutzer dienen soll. Solche Motive werden dann (z. B. in der Qanon-Bewegung) zu einer umfassenden Geschichts- und Gegenwarts-Deutung ausgebaut mit Narrativen von einem „Tiefen Staat“, in dem unsichtbar hinter den vordergründigen politischen Geschehen „die Bösen“ ihre Macht ausüben usw.

Beim genaueren Hinsehen ergibt sich allerdings eine überraschende Entdeckung: Gemeinsam ist allen diesen Verschwörungsmythen, dass sie sich gegen das System der freiheitlichen Rechtsstaaten richten (niemals gegen die tatsächlich brutalen Unterdrückungssysteme gegenwärtiger Diktaturen) und dass sie versuchen, die verantwortlichen Personen und Institutionen in noch funktionierender Demokratien zu verleumden und ihre Gesellschaften zu destabilisieren.

Freilich, so überraschend ist das auch wieder nicht: Gegenwärtig tobt ein „Kampf der Systeme“: Mehr oder weniger harte und totale Diktaturen gegen mehr oder weniger freiheitlich-rechtsstaatliche Demokratien. Und gegenwärtig scheinen die Chancen gut zu stehen, dass die Diktatur als Gesellschaftsmodell sich weltweit durchsetzen und die globalisierte Welt beherrschen könnte. Die gegenwärtige Hochspannung zwischen den beiden Systemen (Demokratie und Diktatur) ist kein Zufall, denn jetzt, im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts, besteht (durch die Globalisierung, politischer, wirtschaftlicher, finanzieller und militärischer Macht) zum ersten Mal in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte die Möglichkeit, dass ein einziges Macht-System die ganze Erde beherrschen könnte. Der „Kampf um die Wahrheit“ ist ein ganz wesentlicher Teil dieser Auseinandersetzung, der darüber entscheiden kann, welches System (für vielleicht lange Zeit) die „Weltherrschaft“ erringt.

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