Bereich: mitreden

Thema: B Herausforderungen der Gegenwart

Beitrag 15: Gedanken zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt (Bodo Fiebig)

Gedanken zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt

Wem gehört das Land?
Wahrheit und Propaganda; Welt- und Heilsgeschichte

Themenheft, 32 Seiten, geheftet

Wenn man sich mit dem aktuellen Nahost-Konflikt beschäftigt, macht man eine überraschende Erfahrung: Je näher man an die Vorgänge und Personen herankommt, desto verwirrender wird alles. Aus der Ferne betrachtet scheinen Recht und Unrecht, Wahrheit und Lüge, Schuld und Unschuld gut erkennbar und leicht zu unterscheiden, und gute Ratschläge sind billig. In der direkten Berührung mit den betroffenen Menschen mischen sich dann aber sehr widersprüchliche Eindrücke und lassen einen verunsichert und oft ratlos zurück. Die folgenden “Gedanken zum israelisch-palästinensischen Konflikt” geben meine persönlichen Überlegungen wieder, die durch punktuelle und oft überraschende Erfahrungen in Israel und in den Palästinensergebieten angeregt wurden. In der Kürze der Darstellung ist es nicht möglich, Verhältnisse und Vorgänge detailliert und ausführlich zu beschreiben. Vielmehr geht es hier darum, einige der grundlegenden Zusammenhänge und Hintergründe auch für jene erkennbar zu machen, die keine eigenen Erfahrungen aus diesem Bereich mitbringen. Außerdem ist es unvermeidbar, dass in dieser komprimierten Zusammenfassung vieles vereinfacht dargestellt oder gar nicht erwähnt wird. Es ist nicht die Absicht dieser Schrift, die handelnden Personen in diesem Konflikt zu beurteilen oder gar zu verurteilen, ebenso wenig wie es darum gehen kann, dem einen eine Täterrolle und einem andern eine Opferrolle zuzuschreiben. Die tatsächlichen Verhältnisse sind vielschichtiger und oft widersprüchlicher als man es jeweils erwartet hat. Wir (meine Frau und ich) haben sowohl bei Israelis als auch bei Palästinensern sehr liebenswerte, hilfsbereite und großzügige Menschen kennengelernt, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihren Familien, mit ihrer Arbeit, ihren Geschäften und Plänen, auch mit ihrem Glauben und ihren Hoffnungen ein ganz “normales”, von den politischen Umständen möglichst unbelastetes Leben in einem friedlichen Land führen zu können. An sie denken wir zuerst, wenn wir in unseren Gebeten um den Frieden im “Heiligen Land” und in der Stadt Jerusalem bitten.

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